30 Antworten · Aktualisiert September 2026

Häufige Fragen zu Energie-Gehältern.

Von Netzingenieuren bis HVDC-Experten, von Hamburg bis Bayern: die wichtigsten Antworten zu Gehältern in der Energiewirtschaft.

Gehaltsüberblick Energiewirtschaft

Das Median-Gehalt eines Projektleiters Onshore-Wind liegt 2026 bei 80.000 € brutto pro Jahr. Der Einstieg liegt bei 62.000 €, erfahrene Projektleiter mit Portfolioverantwortung erreichen den Top-Wert von 108.000 €. Die größten Einflussfaktoren sind Arbeitgebertyp (Projektentwickler vs. OEM), Region und Portfoliogröße. Zur Gehaltsseite Projektleiter Onshore-Wind
Netzingenieure verdienen im Median 66.000 € brutto pro Jahr. Die Spanne reicht von 52.000 € beim Einstieg bis 87.000 € im Top-Bereich. Besonders gefragt sind Kenntnisse in IEC 61850, Netzberechnung und Schutztechnik. Zur Gehaltsseite Netzingenieur
Projektleiter Offshore-Wind verdienen im Median 95.000 € brutto jährlich; der Einstieg liegt bei 75.000 €, der Top-Wert bei 135.000 €. Offshore-Zulagen, Firmenwagen und Bonus kommen im Gesamtpaket noch hinzu. Zur Gehaltsseite Projektleiter Offshore-Wind
HVDC-Experten liegen mit einem Median von 98.000 € an der Spitze, gefolgt von Projektleiter Offshore-Wind (95.000 €) und Business Development Manager Energiewirtschaft (92.000 €). Die höchsten Top-Werte haben HVDC-Experten (140.000 €) sowie Projektleiter Offshore-Wind und Business Development Manager (je 135.000 €). Alle Berufsbilder im Überblick
Servicetechniker Windkraft (Onshore) verdienen im Median 58.000 €; der Einstieg liegt bei 45.000 €, der Top-Wert bei 78.000 €. Mit Offshore-Einsätzen liegt die Rolle Service-Techniker Offshore-Wind höher (Median 68.000 €).

Gehaltsrechner

Der Rechner arbeitet mit drei Stützwerten je Berufsbild (Einstieg, Median, Top) und setzt deine Berufserfahrung als Position dazwischen. Dazu kommen ein Faktor für dein Bundesland und einer für den Arbeitgebertyp (Netzbetreiber, Versorger, EPC/Generalunternehmer, Hersteller/OEM, Beratung/Dienstleister). Verantwortungsumfang und Spezialisierung rechnet er nicht mit. Den genauen Rechenweg zeigt die Methodik. Zum Gehaltsrechner
Ja. Alle Gehaltsdaten wurden zuletzt im September 2026 aktualisiert. Die Zahlen folgen den Quellen: Der Entgeltatlas erscheint einmal im Jahr. Mehr zur Methodik
Der Median ist der mittlere Wert: 50 % verdienen mehr, 50 % weniger. Im Gegensatz zum Durchschnitt wird der Median nicht durch einzelne Extremwerte verzerrt und bildet das typische Gehalt einer Position daher realistischer ab. Wenn wir z.B. 80.000 € als Median für Projektleiter Onshore-Wind angeben, verdient die Hälfte aller Projektleiter Onshore-Wind mehr als diesen Betrag.
Der Rechner zeigt das Brutto-Jahresgehalt ohne Zusatzleistungen wie Firmenwagen, Bonus oder betriebliche Altersvorsorge. Diese variieren stark nach Arbeitgeber; Boni sind besonders bei OEMs und Projektentwicklern verbreitet.
Du kannst dein Ergebnis als Screenshot speichern. Alternativ kontaktiere uns über WhatsApp oder das Kontaktformular – wir erstellen dir eine persönliche Gehaltseinschätzung mit konkreten Stellenangeboten, die zu deinem Profil passen.

Regionale Unterschiede

Bayern hat mit 1,05 den höchsten Regionalfaktor, gefolgt von Baden-Württemberg (1,04) und Hessen (1,03). Bayern liegt damit rund 17 % über Thüringen (0,90) – bei einem Projektleiter Onshore-Wind (Median 80.000 €) sind das 12.000 € Unterschied. Regionalfaktoren ansehen
Finanziell ja, aber die Rechnung ist komplex. Ein Projektleiter Onshore-Wind verdient in Thüringen im Median 72.000 €, in Bayern 84.000 € – das sind 12.000 € mehr (Regionalfaktoren 0,90 und 1,05). Allerdings sind die Mieten in München deutlich höher als in Erfurt; netto schrumpft der Vorsprung spürbar. Remote-Arbeit und dezentrale Niederlassungen bieten zunehmend eine Alternative.
Offshore-Hubs wie Hamburg, Bremerhaven und Cuxhaven sind durch die Konzentration von OEMs (Siemens Gamesa, Nordex, Vestas) und Projektentwicklern (RWE, EnBW, Ørsted) gefragte Standorte. Der Gehaltsrechner rechnet nach Bundesland: Bayern hat mit 1,05 den höchsten Faktor, Niedersachsen und Bremen liegen bei 1,00, Schleswig-Holstein bei 1,01.
Ja, Hamburg liegt mit einem Regionalfaktor von 1,02 über Berlin (0,97). Für einen Projektleiter Offshore-Wind (Median 95.000 €) sind das 10.450 € Unterschied beim Jahresgehalt. Hamburg profitiert als Offshore-Wind-Standort von einer hohen Projektdichte.
Entscheidend ist in der Regel der Standort des Arbeitgebers, nicht der Einsatzort. Wer bei einem Hamburger OEM angestellt ist und auf Offshore-Baustellen in der Nordsee arbeitet, wird nach Hamburger Gehaltsniveau bezahlt – plus Offshore-Zulagen. Bei dezentralen ÜNB-Niederlassungen orientiert sich das Gehalt am Standort der jeweiligen Hauptstation.

Karriere & Weiterbildung

Als besonders gefragt gelten HVDC-/HGÜ-Schulungen, die Schaltberechtigung 110/380 kV und GWO-Zertifikate für Offshore-Einsätze. Einen festen Aufschlag dafür rechnet der Gehaltsrechner nicht.
Der klassische Weg: Junior-Ingenieur → Fachplaner/Projektingenieur → Projektleiter → Senior-PL / Teamleitung → Abteilungsleiter / Technischer Leiter. Jede Stufe umfasst in der Regel mehrere Jahre. Quereinsteiger mit Meister/Techniker starten oft auf Fachplaner-Niveau.
Langfristig ja. Absolventen eines Studiums (Elektrotechnik, Energietechnik, Verfahrenstechnik, Maschinenbau) verdienen nach einigen Berufsjahren meist mehr als Techniker/Meister auf gleicher Position. Der größte Unterschied zeigt sich bei ÜNB/VNB und internationalen OEMs, wo ein Studium oft formale Voraussetzung für höhere Eingruppierungen ist.
HVDC-/HGÜ-Expertise ist knapp und entsprechend gefragt: Mit den NEP-Korridoren SuedLink, SuedOstLink und A-Nord ist die Nachfrage hoch. Der HVDC / HGÜ-Experte hat mit 98.000 € den höchsten Median aller 68 Rollen.
Der Schritt zur Teamleitung ist einer der größten Gehaltssprünge in der Energiewirtschaft. Auf den Erfahrungsseiten liegt die Stufe Lead (11–15 Jahre, Faktor 1,25) rund 16 % über der Stufe Senior (6–10 Jahre, Faktor 1,08). Ab Abteilungsleitung sind sechsstellige Gehälter realistisch.

Arbeitgeber & Segmente

Im Gehaltsrechner ja, aber knapp: Hersteller/OEM wie Siemens Energy, Nordex oder Vestas rechnet er mit Faktor 1,10, Netzbetreiber (Übertragungs- und Verteilnetz zusammen) mit 1,08. Dafür bieten VNB Tarifbindung (TV-V), Jobsicherheit, 30 Urlaubstage und regionale Verankerung. ÜNB haben geringere variable Komponenten als OEMs, aber stärkere Tarifbindung.
Energie-Fachkräfte bei kommunalen Stadtwerken und öffentlichen EVU werden nach TVöD / TV-V eingruppiert, typischerweise in EG 10–14. Das Gehalt ist gedeckelt, dafür bietet der öffentliche Dienst Jobsicherheit, Zusatzversorgung (quasi Pension), 30 Urlaubstage und planbare Arbeitszeiten.
Die drei stärksten Wachstumstreiber 2026: Netzausbau (NEP-Korridore SuedLink, A-Nord, SuedOstLink mit > 30 Mrd. € Investitionen), Offshore-Wind (30 GW Ziel bis 2030) und Wasserstoff-Infrastruktur (H2-Kernnetz, Elektrolyseur-Hochlauf). Fachkräfte mit Erfahrung in diesen Segmenten sind entsprechend gefragt.
ÜNB wie TenneT, 50Hertz, Amprion oder TransnetBW zahlen im oberen Bereich der Branche (im Gehaltsrechner: Netzbetreiber, Faktor 1,08) mit Tarifbindung (AVEU/ERA), 30 Urlaubstagen und hoher Jobsicherheit. Vorteil: regulierte Planbarkeit durch NEP und langfristige Großprojekte. Nachteil: weniger variable Komponenten als bei OEMs und Projektentwicklern.
Ja, besonders bei ÜNB, VNB und Stadtwerken. Gängige Tarifverträge sind TV-V (Versorgung), AVEU (Arbeitgeberverband der Energie- und Versorgungsunternehmen), ERA sowie TVöD bei Kommunalwerken. Tarifgehälter bieten Transparenz und automatische Gehaltsentwicklung, liegen aber teils unter außertariflicher Bezahlung.

Bewerbung & Jobwechsel

Drei bewährte Strategien: 1) Nenne nie dein aktuelles Gehalt zuerst – frag nach dem Gehaltsband der Position. 2) Argumentiere mit konkreter Projektverantwortung (MW Portfolio, Trassenkilometer, Umspannwerke, Budget). 3) Nutze den Fachkräftemangel: Für die Energiewende fehlen Fachkräfte in großer Zahl. Du sitzt am längeren Hebel.
Wie viel ein Jobwechsel bringt, hängt vor allem von Rolle, Region und Arbeitgebertyp ab – im Gehaltsrechner macht allein der Arbeitgebertyp bis zu 12 % aus (Beratung/Dienstleister 0,98 zu Hersteller/OEM 1,10), die Region bis zu 17 % (Thüringen 0,90 zu Bayern 1,05). Kostenlose Gehaltseinschätzung anfordern
Nein. Wir behandeln jeden Kontakt streng vertraulich. Dein aktueller Arbeitgeber wird nicht informiert. Wir kontaktieren potenzielle neue Arbeitgeber erst, wenn du ausdrücklich zustimmst.
Für dich als Kandidat: nichts. Unsere Gebühren werden vom einstellenden Unternehmen getragen. Das bedeutet: kostenlose Gehaltseinschätzung, kostenlose Stellenvermittlung, kostenlose Gehaltsverhandlung. Wir verdienen nur, wenn du eine Stelle antrittst – daher haben wir ein echtes Interesse, das beste Angebot für dich herauszuholen.
Vier einfache Schritte: 1) Du kontaktierst uns über WhatsApp oder Kontaktformular. 2) Unsere Berater führen ein vertrauliches Gespräch über deine Wünsche und deinen Marktwert. 3) Wir präsentieren dir passende Stellen mit konkreten Gehaltsinformationen. 4) Du entscheidest, ob und wo du dich vorstellen möchtest – wir begleiten die Verhandlung bis zum Vertragsschluss.

Noch Fragen? Wir haben Antworten.

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