Aktualisiert Mai 2026

Primärtechnik Ingenieur Gehalt 2026: Was die Energiewende wirklich bezahlt

Aktuelle Gehaltsdaten nach Region, Erfahrung und Arbeitgeber-Typ – basierend auf echten Vermittlungsdaten der ADVERGY GmbH.

58.000 €
0–2 Jahre Erfahrung
72.000 €
Bundesdurchschnitt
95.000 €
Senior + Großprojekte
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Median · Basis: Primärtechnik Ingenieur 2026
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Auf einen Blick

Primärtechnik Ingenieur Gehalt 2026

Einstiegsgehalt
58.000 € brutto/Jahr
Median-Gehalt
72.000 € brutto/Jahr
Top-Gehalt
95.000 € brutto/Jahr
Top-Region
Bayern (76.000 € Median)
Top-Arbeitgeber
Übertragungsnetzbetreiber (TSO) (81.000 € Median)
Quelle: ADVERGY Vermittlungsdaten 2026 Methodik ansehen
Regionaler Vergleich

Primärtechnik Ingenieur Gehalt nach Bundesland.

Regionale Unterschiede bei Energie-Gehaltern sind deutlich. Norddeutschland führt mit Offshore-Wind und den großen Netzbetreibern, Süddeutschland mit erneuerbaren Projekten und Speicherlösungen.

RegionEinstiegMedianTop
Hamburg59.000 €73.000 €97.000 €
Bayern61.000 €76.000 €100.000 €
Baden-Württemberg60.000 €75.000 €99.000 €
Nordrhein-Westfalen59.000 €73.000 €97.000 €
Niedersachsen58.000 €72.000 €95.000 €
Berlin56.000 €70.000 €92.000 €
Sachsen54.000 €67.000 €88.000 €
Erfahrungsstufen

Primärtechnik Ingenieur Gehalt nach Erfahrung.

Berufserfahrung ist der stärkste Gehaltshebel. So entwickelt sich Ihr Gehalt über die Jahre.

ErfahrungGehaltsspanneMedianTypische Rolle
0–2 Jahre53.000 € – 64.000 €58.000 €Junior / Einsteiger
3–5 Jahre64.000 € – 76.000 €66.000 €Professional
5–10 Jahre71.000 € – 87.000 €78.000 €Senior
10–15 Jahre84.000 € – 95.000 €90.000 €Lead / Teamleitung
15+ Jahre95.000 € – 119.000 €105.000 €Abteilungsleiter / Head of
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Arbeitgebertypen

Primärtechnik Ingenieur Gehalt nach Arbeitgeber.

Der Arbeitgebertyp bestimmt nicht nur das Gehalt, sondern auch Benefits, Projekte und Karrierewege in der Energiewirtschaft.

ArbeitgeberEinstiegMedianTopBenefits
Übertragungsnetzbetreiber (TSO)
TenneT, 50Hertz, Amprion, TransnetBW
63.000 €81.000 €103.000 €Tarif, Bonus, Pension, 30+ Tage Urlaub
OEM / Hersteller
Siemens Energy, Nordex, Enercon, Linde, Hitachi Energy
61.000 €78.000 €105.000 €Tarif (IG Metall), Bonus, bAV, internationale Karriere
Projektentwickler / Utility
RWE, EnBW, Vattenfall, wpd, BayWa r.e.
60.000 €76.000 €103.000 €Bonus 10-20%, Firmenwagen, Home-Office
Verteilnetzbetreiber (DSO)
HanseWerk, Westnetz, Avacon, Bayernwerk
59.000 €75.000 €95.000 €Tarif AVEU/BDEW, Pension, Jobsicherheit
EPC / Dienstleister
SPIE, Bilfinger, Omexom, SAG, ENGIE
56.000 €71.000 €90.000 €Firmenwagen, Montagezulagen, flexible Einsätze
Insider-Tipp von ADVERGY

Primärtechnik Ingenieur mit mehrjähriger Erfahrung bei einem Übertragungsnetzbetreiber (TenneT, 50Hertz, Amprion, TransnetBW) können beim Wechsel zu einem OEM oder Projektentwickler typischerweise 15-25% Gehaltsplus erzielen. Grund: TSO-Wissen ist in der Industrie rar und wird entsprechend bezahlt. Umgekehrt zahlen TSOs für Kandidaten aus der Industrie Spitzenprämien für Praxiserfahrung aus Projekten.

Markt & Trends

Primärtechnik Ingenieur im Markt 2026: Treiber, Trends und Gehaltspotenzial

Die deutsche Energiewende ist der größte Infrastruktur-Investitionszyklus der Nachkriegszeit. Bis 2035 fließen rund 500 Milliarden Euro in Stromnetze, Offshore-Wind, Wasserstoff und Speicher. Primärtechnik Ingenieur sind eine der Schlüsselrollen in dieser Transformation – und entsprechend begehrt am Arbeitsmarkt.

Besonders im Segment Netzbau & Umspannwerk herrscht ein akuter Fachkräftemangel. Netzbetreiber, OEMs, Projektentwickler und EPC-Dienstleister konkurrieren um erfahrene Ingenieure und Techniker. Das treibt die Gehälter: Allein im Jahr 2025 sind die Top-Gehälter in der Energiewirtschaft laut aktuellen Marktdaten-Report um 6-8% gestiegen – weit über dem allgemeinen Lohnniveau.

Für dich als Primärtechnik Ingenieur bedeutet das: Der Markt sitzt am kürzeren Hebel. Wer seine Gehaltsentwicklung aktiv steuert, profitiert überdurchschnittlich vom aktuellen Boom. Besonders wertvoll sind Kombinationen aus technischer Tiefenexpertise und Projekt- oder Führungserfahrung.

Gehaltshebel

Welche Faktoren bestimmen das Gehalt ein Primärtechnik Ingenieur?

Arbeitgebertyp

Der größte Hebel: Übertragungsnetzbetreiber und OEMs zahlen bis zu 15-20% mehr als klassische EPC-Dienstleister. Projektentwickler wie RWE, EnBW oder Vattenfall liegen im Mittelfeld, bieten dafür oft attraktive Bonussysteme und Firmenwagen. Im öffentlichen Dienst ist das Gehalt gedeckelt, dafür bekommst du maximale Jobsicherheit und Pension.

Segment und Technologie

Spezialisierung zahlt sich aus: HGÜ, Offshore-Wind und Wasserstoff-Großanlagen gehören zu den bestbezahlten Nischen. Wer auf Rand-Technologien wie Konverterstationen, 66-kV-Array-Kabel oder PEM-Elektrolyseure spezialisiert ist, kann 15-25% über dem Median-Gehalt verhandeln.

Region

Hamburg und Norddeutschland (Offshore-Cluster) sowie Süddeutschland (TransnetBW, Siemens Energy) zahlen am besten. Zwischen München/Hamburg und Ostdeutschland können bei gleicher Rolle schnell 15.000 Euro Jahresgehalt Unterschied liegen – allerdings bei deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten im Osten.

Zusatzqualifikationen

Die stärksten Gehaltstreiber sind: IEC 61850 und Schutzprüfung (Omicron), HGÜ-Technologie, GWO Basic Safety Training und ATEX-Zertifikate für H2-Projekte. Eine Kombination aus technischem Studium und spezialisierter Zertifizierung schlägt oft reine Berufserfahrung.

Personalverantwortung

Vom Spezialisten zum Teamleiter ist der größte einzelne Gehaltssprung. Wer 3-5 Mitarbeiter führt, verdient typischerweise 10-18% mehr. Ab Gruppen- oder Abteilungsleitung mit 10+ Köpfen sind sechsstellige Gehälter realistisch – besonders bei TSOs und großen Projektentwicklern.

Karrierepfad

Vom Einstieg zum Top-Verdiener.

Stufe 1: Junior Primärtechnik Ingenieur
53.000 €-64.000 €
0-3 Jahre

Du unterstützt erfahrene Kollegen, übernimmst erste Teilaufgaben in Projekten und lernst die branchenspezifischen Normen und Prozesse kennen. In der Energiewirtschaft sind die ersten 2-3 Jahre Investition in Tiefenwissen.

Stufe 2: Primärtechnik Ingenieur
64.000 €-76.000 €
3-7 Jahre

Du arbeitest eigenständig an Projekten, übernimmst Teilpaket-Verantwortung und bist erste Ansprechperson für dein Fachgebiet. Der Sprung vom Junior zum eigenständigen Primärtechnik Ingenieur ist der wichtigste Karriereschritt – hier entscheidet sich deine weitere Richtung.

Stufe 3: Senior Primärtechnik Ingenieur
76.000 €-90.000 €
7-12 Jahre

Du verantwortest Großprojekte oder spezialisierte Themen, führst erste Mitarbeiter oder Teilteams und bist anerkannter Experte in deinem Segment. Auf diesem Level entscheidest du dich zwischen Fach- und Führungskarriere.

Stufe 4: Lead / Abteilungsleitung
90.000 €-119.000 €
12+ Jahre

Du führst ein Team von Primärtechnik Ingenieurs, verantwortest Umsatz- und Ergebnisziele und gestaltest strategische Projekte mit. Alternative: Fachkarriere als Principal Engineer oder technischer Experte mit gleichwertigem Gehalt.

Verhandlungstipp

Primaertechnik-spezifische Verhandlungstaktik: Dein groesster Hebel ist nachweisbare Erfahrung mit Leistungsschaltern, Trenner, Wandlern und GIS-Anlagen auf Hochspannungsebene. Nenne NIE dein aktuelles Gehalt zuerst. Bereite drei quantifizierte Cases vor: Wie viele Schaltfelder hast du ausgelegt? Welche GIS-Typen (Siemens 8DN8, ABB ELK-04, Hitachi Energy F35) kennst du aus der Praxis? Welche Kurzschlussleistungen hast du berechnet? Typisches Szenario laut ADVERGY-Vermittlungsdaten, n=48: Ein Primaertechnik-Ingenieur mit 68k bei einem EPC verhandelt mit Amprion. Er argumentiert mit "eigenverantwortliche Auslegung von 8 GIS-Schaltfeldern 380 kV, Transformator-Spezifikation 400 MVA und Erdungsberechnung nach DIN EN 50522 fuer 3 Umspannwerke" und erreicht 82k – ein Sprung von 21%. Zweiter Hebel: Transformator-Spezifikation und FAT-Begleitung bei Herstellern wie Siemens Energy oder Hitachi Energy ist eine Engpass-Kompetenz – 2026 liegen die Lieferzeiten fuer Leistungstransformatoren bei 18-24 Monaten, und Ingenieure, die FATs begleiten koennen, sind rar. Fordere zusaetzlich Uebernahme der Omicron-Schulung (ca. 3.000 EUR) und ein Weiterbildungsbudget von 4.000 EUR/Jahr.

Weiterbildung

Zertifizierungs-Roadmap: Diese Weiterbildungen zahlen sich aus.

Jede Zertifizierung wirkt direkt auf Ihr Gehalt. Die folgende Übersicht zeigt Kosten, Dauer, typische Gehaltssteigerung und Schwierigkeitsgrad.

Schaltberechtigung Hochspannung (110 kV / 380 kV)
VDE-Bildungswerk, BDEW-Akademie
Kosten
2.000–2.800 EUR
Dauer
5 Tage + praktische Pruefung
Gehaltsplus
+4.000–6.000 EUR/Jahr
Schwierigkeit
Mittel
Pflichtzertifikat fuer eigenstaendige Schalthandlungen an GIS/AIS-Anlagen. Ohne Schaltberechtigung bist du bei TSOs nicht feldtauglich. Viele Arbeitgeber finanzieren die Schulung – im Vorstellungsgespraech direkt ansprechen.
Mittel
Omicron CMC Primaerpruefung (Leistungsschalter, Wandler)
Omicron Academy
Kosten
2.800–3.500 EUR
Dauer
5 Tage
Gehaltsplus
+5.000–8.000 EUR/Jahr
Schwierigkeit
Schwer
Pruefung von Leistungsschalter-Schaltzeiten, Wandler-Uebersetzungsverhaeltnissen und Isolationswiderstaenden mit dem Omicron CMC. Premium-Zertifikat fuer FAT/SAT-Begleitung. Bei Siemens Energy und Hitachi Energy praktisch Einstellungsvoraussetzung fuer Senior-Rollen.
Schwer
DIN EN 50522 Erdungsanlagen-Fachkraft
VDE-Bildungswerk, DEHN Academy
Kosten
1.200–1.800 EUR
Dauer
3 Tage
Gehaltsplus
+2.500–4.000 EUR/Jahr
Schwierigkeit
Leicht
Erdungsberechnung und -pruefung nach DIN EN 50522 ist Pflicht bei jedem UW-Neubau. Nischen-Zertifikat mit hohem ROI, da wenige Primaertechnik-Ingenieure diese Spezialisierung mitbringen.
Leicht
IEC 62271 Hochspannungs-Schaltgeraete (Vertiefung)
VDE-Bildungswerk, Siemens Energy Academy
Kosten
1.800–2.500 EUR
Dauer
3 Tage
Gehaltsplus
+3.000–5.000 EUR/Jahr
Schwierigkeit
Mittel
Vertiefung in Leistungsschalter-Technologie (SF6-frei, Vakuum), Trenner und Erdungsschalter nach IEC 62271. Besonders relevant 2026: SF6-freie Schaltanlagen (Siemens Blue GIS, Hitachi EconiQ) sind der Trend – wer diese Technologie kennt, hat einen Wettbewerbsvorteil.
Mittel
IPMA Level D (Certified Project Management Associate)
GPM Deutsche Gesellschaft fuer Projektmanagement
Kosten
1.800–2.500 EUR
Dauer
2–3 Monate berufsbegleitend
Gehaltsplus
+4.000–6.000 EUR/Jahr
Schwierigkeit
Mittel
Bruecke von der reinen Primaertechnik-Planung zur Projektleitung Umspannwerk. Oeffnet die Tuer zu Rollen mit 15-25% hoeherem Gehaltspotenzial bei TSOs und OEMs.
Mittel
Projekt-Realität

Typische Projekte — Volumen, Dauer, Technologie.

Die Art und Größe Ihrer Projekte entscheidet maßgeblich über Ihr Gehalt. Hier typische Projektszenarien mit Volumen, Dauer und Schlüsseltechnologien.

Neubau 380-kV-GIS-Umspannwerk (Netzausbau SuedLink-Anbindung)
45–80 Mio. EUR· 30–42 Monate
Siemens 8DN8 GIS 380 kV400-MVA-TransformatorenSF6-freie Technologie (Blue GIS)Erdungsberechnung DIN EN 50522EMV-Konzept
Spezifikation und Auslegung aller Primaertechnik-Komponenten: GIS-Schaltfelder, Leistungstransformatoren, Sammelschienensysteme, Erdungsanlage. FAT-Begleitung bei Siemens Energy in Berlin und SAT-Koordination. CV-Premium: 380-kV-GIS-Erfahrung rechtfertigt 15-20% Gehaltssprung bei jedem Arbeitgeberwechsel.
AIS-zu-GIS-Umbau 110-kV-Umspannwerk (Westnetz)
12–18 Mio. EUR· 18–24 Monate
ABB ZX2 GIS 110 kVLeistungsschalter-AustauschWandler-NeubemessungProvisorische Versorgung waehrend UmbauSchutzkonzept-Anpassung
Umbau unter Last ist die Koenigsdisziplin der Primaertechnik: Provisorische Schaltanlagen errichten, Umschaltungen koordinieren, Ausfallzeiten minimieren. Erfahrung mit Umbau-unter-Last-Projekten ist bei DSOs wie Westnetz und Avacon 8-12k mehr wert als reiner Neubau.
Transformator-Ersatz 220/110 kV (150 MVA, End-of-Life)
5–8 Mio. EUR· 12–15 Monate
Transformator-Spezifikation nach IEC 60076Oelprobenanalyse DGASchwertransport-KoordinationFundamentberechnungKurzschlussberechnung
Spezifikation des Ersatz-Transformators (Leistung, Spannungsstufen, Kuehlart ONAN/ONAF), Begleitung der FAT beim Hersteller, Koordination des Schwertransports (120 t). Transformator-Know-how ist 2026 besonders wertvoll, weil Lieferzeiten bei 18-24 Monaten liegen und fruehe Spezifikation Projekte rettet.
Selbstständig

Freelancer-Tagessätze für Primärtechnik Ingenieur.

Alternative zur Festanstellung: Als selbstständige Fachkraft können Sie deutlich mehr verdienen — trägst aber auch mehr Risiko.

Typische Tagessätze Primärtechnik Ingenieur (2026)
Netto-Honorar pro Projekttag – je nach Seniorität und Auftraggebertyp
Junior
530 €
0–3 Jahre
Senior
800 €
3–8 Jahre
Lead / Expert
1080 €
8+ Jahre
Auslastung typisch: 190–210 Tage/Jahr (85-95%) – regelmaessige Vor-Ort-Termine bei FATs und SATs reduzieren die Auslastung leicht
Vorteile
  • 30-45% hoeherer Netto-Verdienst als Festanstellung bei vergleichbarer Senioriaet
  • Hohe Nachfrage durch UW-Neubau-Programme aller 4 TSOs bis 2035
  • Abwechslungsreiche Projekte: GIS, AIS, Transformatoren, Erdung
  • FAT-Reisen zu Herstellern in ganz Europa – Netzwerk-Aufbau inklusive
Nachteile
  • Regelmaessige Vor-Ort-Praesenz bei FATs und SATs (20-30% Reisetage)
  • Eigene Mess- und Pruefgeraete teilweise erforderlich (Investition 5.000-15.000 EUR)
  • Keine bezahlte Krankheit/Urlaub – 12.000-15.000 EUR Puffer noetig
  • Scheinselbststaendigkeits-Risiko bei Langzeiteinsatz auf einer UW-Baustelle
Remote-Anteil

Remote-Work in der Energiewirtschaft: Was ist realistisch?

Anlagenpräsenz vs. Home-Office: Der Remote-Anteil hängt stark vom Arbeitgebertyp und Aufgabenfeld ab.

ArbeitgebertypRemote-AnteilVisualisierung
Übertragungsnetzbetreiber (TSO)40%
Verteilnetzbetreiber (DSO)30%
OEM / Hersteller45%
EPC / Dienstleister20%
Gehaltsimpact: -3 bis -5% bei reinen Remote-Rollen gegenueber Vor-Ort. Primaertechnik-Ingenieure arbeiten haeufiger vor Ort als Netzplaner, weil Schaltanlagen-Auslegung und FAT/SAT-Begleitung physische Praesenz erfordern. Die Planungsphase (Spezifikation, Kurzschlussberechnung, Erdungsberechnung) ist gut remote durchfuehrbar – typisch 2-3 Tage Home-Office bei TSOs. In der Bau- und Inbetriebnahme-Phase (6-12 Monate pro Projekt) sinkt der Remote-Anteil auf 10-20%. OEMs wie Siemens Energy bieten die flexibelsten Regelungen fuer die Engineering-Phase. Bei EPC-Dienstleistern wie Omexom oder SPIE ist der Remote-Anteil am niedrigsten, da Baustellen-Betreuung zum Kerngeschaeft gehoert.
Karrierepfad-Alternativen

Fach- oder Führungskarriere?

Ab Senior-Level trennen sich die Wege. Beide Pfade führen zu ähnlichen Gehältern — aber mit unterschiedlichen Anforderungen und Aufgaben.

Fachkarriere
Principal Engineer Primaertechnik / Schaltanlagenexperte
92.000 – 119.000 EUR
Du wirst zum anerkannten Experten fuer GIS/AIS-Technologie, Transformator-Spezifikation oder Erdungsanlagen. Du leitest Design Reviews, erstellst Unternehmensstandards und bist Ansprechpartner fuer komplexe Sonderfaelle (z.B. SF6-freie Schaltanlagen, Hybrid-GIS). Keine Personalverantwortung, dafuer hohe technische Autoritaet.
Typische Vorteile
  • Fachliche Tiefe statt Admin – Fokus auf Technik und Innovation
  • Hoher Marktwert bei TSOs, OEMs und Beratungen, flexibel wechselbar
  • Internationale Beratungsprojekte moeglich (Naher Osten, Suedostasien)
  • Jobsicherheit: Primaertechnik-Experten werden selbst in Rezessionen gebraucht
Führungskarriere
Gruppenleiter Primaertechnik / Abteilungsleiter Umspannwerksbau
100.000 – 135.000 EUR
Du fuehrst 5-15 Ingenieure, verantwortest das UW-Portfolio eines Netzbezirks oder einer Region und steuerst Budget sowie Termin fuer 3-8 parallele UW-Projekte. Abstimmung mit Einkauf (Langlaeufer-Transformatoren), Regulierung und Geschaeftsfuehrung gehoeren zum Alltag.
Typische Vorteile
  • Hoeheres Gehaltspotenzial (>115k bei TSOs) mit 15-25% variabler Verguetung
  • Strategischer Einfluss auf das UW-Neubauprogramm im Milliardenbereich
  • Klarer Weg Richtung Bereichsleitung Asset Management oder technische GF
  • Bonus bei Meilenstein-Erreichung: 10-20k extra bei termingerechter Inbetriebnahme
Was Kandidaten sagen

Echte Stimmen. Anonymisiert. Nachprüfbar.

7 Quotes von Kandidaten die ADVERGY in Energiewirtschaft vermittelt hat — Stand 2025/2026.

★★★★★
„Wasserstoff war für mich Hobby — alle drei großen Pilot-Projekte habe ich nebenbei durchgearbeitet. Hannes hat das in meinem Profil ganz nach vorne gezogen mit Begründung: H2 ist gerade der Pioneer-Premium. Wechsel von 84k auf 108k zu einem Energieversorger der gerade Wasserstoff-Strategie aufbaut.“
Senior Energie-Ingenieur, Mitte 30, Niedersachsen
Klassisch zu Wasserstoff-Pionier
84k auf 108k, 5 Monate
★★★★★
„Netzplaner-Wechsel zu einem Übertragungsnetzbetreiber war intern bei meinem alten Arbeitgeber undenkbar — falsche Branche, falsche Größe. ADVERGY hat den Übergang strukturiert: Drei Monate Vorbereitung mit gezielter Weiterbildung, dann die Bewerbung. Hat geklappt mit 19k mehr und Tarif-Vorteilen.“
Netzplaner Strom, Anfang 40, Bayern
Stadtwerk zu Übertragungsnetzbetreiber
78k auf 97k plus Tarif, Q4 2025
★★★★★
„Asset-Management mit PPA-Schwerpunkt war ein Markt von dem ich kaum gehört hatte. Christian hat mir gezeigt dass mein Hintergrund als Anlageningenieur dort 20 bis 25 Prozent mehr wert ist als in klassischen Betreiber-Rollen. Drei Monate später habe ich angefangen — 96k statt 78k.“
Anlageningenieur, Ende 30, Hessen
Klassischer Betrieb zu Asset-Management
78k auf 96k, 3 Monate
★★★★★
„Ich war zehn Jahre Erzeugungs-Ingenieur in der Kohle-Verstromung — viele Recruiter haben mich abgeschrieben weil keine Zukunft. ADVERGY hat das umgedreht: Operative Großanlagen-Erfahrung ist genau das was Wasserstoff-Großanlagen-Betreiber suchen. Heute bin ich dort Senior und werde gehört.“
Senior Erzeugungs-Ingenieur, Anfang 40, Nordrhein-Westfalen
Konventionell zu Erneuerbare
82k auf 102k, 6 Monate
★★★★★
„Bei meinem alten Stadtwerk gab es keine Aufstiegsperspektive — drei Hierarchie-Ebenen, alle blockiert. Über ADVERGY bin ich bei einem regionalen Versorger gelandet wo die Teamleitung von Tag eins versprochen war. Heute leite ich ein Team von zehn Leuten mit 22k mehr.“
Energiewirtschafts-Ingenieur, Mitte 30, Sachsen
Hierarchie-Aufstieg via Wechsel
72k auf 94k, 4 Monate
★★★★★
„Smart-Grid-Erfahrung war meine Nische — sehr spezifisch, schwer zu vermarkten. Hannes hat zwei Energieversorger identifiziert die exakt diese Kombination suchen. Bei beiden hatte ich ein Erstgespräch, beim zweiten den Zuschlag. Plus 16k und endlich Projekte die mich technisch fordern.“
Smart-Grid-Spezialist, Ende 30, Baden-Württemberg
Nischen-Profilierung
86k auf 102k, Q1 2026
★★★★★
„Was ADVERGY geleistet hat: Vorab-Briefing zu jeder Firma. Bei einem Versorger habe ich vor dem Interview erfahren dass die gerade auf SAP IS-U umstellen — meine SAP-Erfahrung war plötzlich der entscheidende Pluspunkt im Gespräch. Ohne den Hinweis hätte ich das Thema nie angeschnitten.“
Energiedaten-Ingenieur, Mitte 30, Hamburg
Interview-Vorbereitung Impact
76k auf 92k, Q3 2025
Offene Positionen

Aktuelle Energie-Stellen.

Offene Stellen im Bereich Primärtechnik Ingenieur — exklusive Positionen, die nicht auf Jobportalen ausgeschrieben sind.

Neu · Exklusiv
Primärtechnik Ingenieur (m/w/d) – Projekte der Energiewende
📍 Hamburg · 🏢 TSO / Netzbetreiber · 🚗 Firmenwagen + Tarif
75–90k € brutto/Jahr + Bonus
Top-Arbeitgeber · Exklusiv
Senior Primärtechnik Ingenieur (m/w/d)
📍 München · 🏢 OEM / Hersteller · 💰 Tarif + LTI
87–97k € brutto/Jahr
Exklusiv über uns
Primärtechnik Ingenieur (m/w/d) – Projektentwickler
📍 Düsseldorf · 🏢 Utility / RWE-Umfeld · 🏠 Home-Office-Anteil
70–82k € brutto/Jahr
Exklusiv über uns
Primärtechnik Ingenieur (m/w/d) – EPC Großprojekte
📍 Berlin / Remote · 🏢 EPC-Dienstleister · 📚 3.000€ Weiterbildungsbudget
63–77k € brutto/Jahr
Vermittlungen

Erfolgsgeschichten: So haben andere ihr Gehalt gesteigert.

61.000 €76.000 €

Primärtechnik Ingenieur aus Hamburg – Wechsel von EPC → Übertragungsnetzbetreiber, +Tarif und Pension

76.000 €87.000 €

Senior Primärtechnik Ingenieur aus München – Wechsel in Konzern + 15% Bonusregelung

63.000 €71.000 €

Primärtechnik Ingenieur aus NRW – Wechsel von DSO → OEM, inkl. Firmenwagen und Weiterbildung

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Primärtechnik Ingenieur Gehalt.

Wie viel verdient ein Primärtechnik Ingenieur 2026?
Der Median eines Primärtechnik Ingenieur liegt 2026 bei 72.000 € brutto pro Jahr. Einsteiger starten bei etwa 58.000 €, erfahrene Profis mit Großprojekt- oder Führungsverantwortung erreichen bis zu 95.000 € und mehr. Die größten Einflussfaktoren sind Arbeitgebertyp (TSO, OEM, EPC, DSO), Segment-Spezialisierung und Region.
Was verdient ein Primärtechnik Ingenieur bei einem Übertragungsnetzbetreiber?
Bei TSOs wie TenneT, 50Hertz, Amprion oder TransnetBW verdienen Primärtechnik Ingenieur im Median rund 81.000 € – etwa 10-12% mehr als der Branchendurchschnitt. Mit Tarifvertrag, Bonus und betrieblicher Altersvorsorge liegt das Gesamtpaket oft bei 90.000 €+. Voraussetzung ist typischerweise ein abgeschlossenes Studium und mehrjährige Berufserfahrung im relevanten Segment.
In welchem Bundesland verdient man am meisten?
Hamburg und Bayern zahlen in der Energiewirtschaft am besten. In Hamburg profitiert die Offshore-Wind-Industrie und die Konzernzentralen von HanseWerk und Vattenfall, in Bayern Siemens Energy, Bayernwerk und TransnetBW. Der Abstand zu ostdeutschen Bundesländern kann 10-15% betragen – allerdings bei deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten in Dresden, Leipzig oder Erfurt.
Welche Zusatzqualifikationen steigern das Gehalt am meisten?
Die drei stärksten Gehaltstreiber für Primärtechnik Ingenieur sind: 1) Segment-Spezialisierung (HGÜ, Offshore-Wind, H2-Großanlagen), 2) Projektmanagement-Zertifikate (IPMA Level C/D, PMP) und 3) technische Zertifizierungen (IEC 61850, GWO, ATEX). Eine Kombination dieser Qualifikationen kann das Gehalt um 15-25% steigern. Besonders wertvoll ist internationale Projekterfahrung (UK, Dänemark, Niederlande).
Wie viel verdient ein Primärtechnik Ingenieur netto?
Bei einem Bruttojahresgehalt von 72.000 € bleiben einem ledigen Primärtechnik Ingenieur in Steuerklasse 1 etwa 3100-3350 Euro netto pro Monat. Verheiratete in Steuerklasse 3 kommen auf 3500-3700 Euro netto. Der genaue Betrag hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Bundesland und Krankenversicherung ab.
Nach Stadt

Primärtechnik Ingenieur Gehalt nach Stadt.

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Vertraulich · Keine Weitergabe
Transparenz

Quellen & Methodik.

Unsere Gehaltsdaten basieren auf mehreren unabhängigen Quellen. Mehr zu unserer Methodik

  • Advergy GmbH Vermittlungsdaten – Eigene Vermittlungsdaten im Energiewirtschafts-Segment
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